Winter in der Kindertagespflege in Seevetal-Ramelsloh 

Warum draußen sein auch bei Schnee so wertvoll ist ❄️

05.02.2026

Tgesmutter Seevetal Winter, Schnee, Kinderbetreuung

Der Winter lädt uns ein, langsamer zu werden.
Die Natur verändert sich, wird stiller und kälter.
Genau darin liegt für Kinder eine ganz besondere Lernchance. 

Bei Bobas bunter Bande, der Kindertagespflege in Seevetal-Ramelsloh, verbringen wir auch im Winter viel Zeit draußen. Gerade für die U3-Betreuung (1–3 Jahre) ist das Erleben in der Natur unglaublich wertvoll: Hier liegt Schnee, wir fahren Schlitten, bauen Schneemänner, schaufeln mit Baggern und Schubkarren und erkunden den winterlichen Wald.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel „zuschaffen“, sondern darum, zu erleben.
(Mehr über die Kindertagespflege in Seevetal-Ramelsloh: Über mich & Konzept.)

Jeder darf, keiner muss.
Draußen spielen im Winter ohne Druck

Besonders wichtig ist mir dabei ein Grundsatz: Jedes Kind darf Erfahrungen machen, aber kein Kind muss sie aushalten. Gerade im Alter zwischen eineinhalb und drei Jahren reagieren Kinder sehr unterschiedlich auf neue Sinneseindrücke.

Manche stürzen sich begeistert ins Schneespiel, andere sind vorsichtig, und manche mögen den Schnee erst einmal gar nicht. 

Auch das darf sein. Ein Kind möchte den Schnee nicht betreten? Dann wird es getragen und bleibt geschützt. Es darf dabei sein, beobachten, hören, staunen - ohne Druck.

Sicherheit entsteht nicht durch Überreden, sondern durch Vertrauen.
(Mehr zu meinem Betreuungskonzept und meiner Haltung: Über mich & Konzept.)

Lernen passiert nebenbei.
Naturpädagogik im Winter

Lernen geschieht oft ganz nebenbei. Ein besonders schöner Moment war, als wir auf der Terrasse standen und aus dem Nachbargarten Hühner zu hören waren.

Die Neugier war so groß, dass wir gemeinsam durch den Schnee gegangen sind, um sie anzuschauen.
Erst später fiel auf: „Ich stehe ja mitten im Schnee.“ Was vorher Angst ausgelöst hätte, war in diesem Moment nebensächlich geworden.

Durch Nähe, Ablenkung, gemeinsames Lachen und Vorbilder konnte sich die Angst lösen – nicht durch Zwang, sondern durch Beziehung.

Sinneserfahrungen im Winter, die bleiben

Der Winter ist voller intensiver Sinneserfahrungen:

  • Kälte auf der Haut
  • Schnee unter den Füßen
  • rutschige Steine
  • warme Hände nach dem Anziehen der Handschuhe
  • rutschige Steine

Ein Kind wollte keine Handschuhe tragen. Statt zu erklären, warum das „wichtig“ ist, durfte es selbst spüren, wie sich kalte Hände anfühlen. Nur kurze Zeit später wollte es die Handschuhe ganz von selbst anziehen. Das ist Lernen in seiner ursprünglichsten Form: Erfahrung statt Erklärung.

Natur stärkt Vertrauen und Selbstwirksamkeit

Wenn Kinder im Schnee graben, schieben, fallen und wieder aufstehen, lernen sie:

  • ihrem Körper zu vertrauen
  • ihre Grenzen wahrzunehmen
  • eigene Entscheidungen zu treffen
  • sich selbst zu regulieren

Der Winter ist kein Hindernis – er ist ein wertvoller Entwicklungsraum.
Gerade in einer Betreuung in kleiner Gruppe können die Kinder in ihrem Tempo ausprobieren und wachsen.

Wärme, Nähe und Geborgenheit nach dem Draußensein

Nach dem Draußensein kehren wir zurück, wärmen uns auf, trinken gemeinsam Tee und kommen zur Ruhe. Diese Übergänge sind genauso wichtig wie das Spielen selbst. Sie schenken Geborgenheit und helfen den Kindern, Erlebtes zu verarbeiten.
(So gestalten wir unsere Tage und Übergänge: Tagesablauf.)

Fazit

Wintertage in der Kindertagespflege sind lustig, wunderschön und kalt – vor allem voller echter Bildung. Nicht, weil wir alles erklären, sondern weil wir begleiten, wahrnehmen und vertrauen. Wenn du dir eine liebevolle Tagesmutter in Seevetal wünschst, die auch im Winter gern mit den Kindern draußen ist, dann passt das gut zu uns bei Bobas bunter Bande.